Silvia

MBSR hat mein Leben grundlegend zum Positiven hin verändert.

Ich kann sagen, ich lebe jetzt anders. Ich lebe jetzt „wirklicher“ als vorher. Von innen her. Ich habe gelernt, meinen Körper mit Achtsamkeit im „Hier und Jetzt“ wahrzunehmen. Anfangs erschien mir das als eine fast allzu simple und gar nicht aufregende Sache. ABER: Nach einiger Zeit tat sich doch etwas. Ich erfuhr erstmals eine Unterscheidung zwischen mir und meinem Körper, zwischen meinem „Ego“ und meinem „Wahren Ich“, das sich vom Ego nicht mitreißen lässt, sondern dieses in allen Facetten als außenstehender Beobachter liebevoll wahrnimmt.

Zu lernen, sein eigener, achtsamer Beobachter zu sein: DAS ist es!

Das „Wahre Ich“ bleibt immer ruhig in der Mitte, bloß das Ego ist außen. Eine Befreiung! Allerdings ist tägliche Übung unabdingbar.

Ich kann mich noch gut erinnern, als mir diese Erfahrung zum ersten Mal passierte. Ich konzentrierte mich gerade auf meinen Fuß – und plötzlich wusste ich, worum es eigentlich ging. Es war ein Aha-Erlebnis der Sonderklasse. Mit einem Schlag wurde mir bewusst: Ich bin nicht mein Fuß, ich bin nicht meine Gedanken, nicht meine Seelenregungen – denn ich kann mich ja beobachten!. Ich bin Beobachter und Beobachteter gleichzeitig. Als Beobachter kann ich immer in meiner Mitte bleiben. Mit dieser großartigen Erkenntnis hatte ich eigentlich bei dieser simplen Übung nicht gerechnet. Und doch: Plötzlich war ich bei mir selbst angekommen.

Auf den Punkt gebracht: MBSR ist das Gegenteil von „Aus dem Häuschen sein“.

Und, wie gesagt: Üben, üben, üben …! Aber: Es ist mir mittlerweile ein tägliches Bedürfnis, ohne das ich mir mein Leben gar nicht mehr vorstellen könnte.

Bemerken möchte ich noch, dass unsere Gruppe ausnehmend angenehm war. Jeder einzelne ein Juwel. Obwohl wir wenig miteinander sprachen, verstanden wir uns „von innen her“. Eigenartig. So etwas habe ich nirgendwo sonst noch erlebt, wusste auch nicht, dass es möglich ist. Harmonie pur, ohne viel zu sprechen.

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